Weltpolitik

Obama warnt vor weiteren IS-Anschlägen

US-Präsident Barack Obama hat nach den militärischen Rückschlägen für die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak vor weiteren Anschlägen auch in den USA gewarnt. Angesichts des militärischen Drucks ändere der IS seine "Taktik", sagte Obama am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington.

Obama warnt vor weiteren IS-Anschlägen SN/APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
US-Präsident Barack Obama.

Die IS-Miliz werde sich vermutlich noch mehr auf große "Terroranschläge" konzentrieren, auch in den Vereinigten Staaten. Obama versicherte aber, den Kampf gegen den IS unvermindert fortzusetzen. Die US-geführte Militärkoalition werde die Dschihadisten weiter an "jeder Front" angreifen, sagte Obama nach einem Treffen mit Militärvertretern im Pentagon. Der IS werde "unweigerlich" besiegt werden.

Der IS hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Irak und in Syrien erobert.

Im Irak stießen die IS-Kämpfer auf wenig Widerstand der Sicherheitskräfte, in Syrien nutzten sie das durch den Bürgerkrieg entstandene Chaos aus. In den von ihnen eroberten Gebieten riefen die Dschihadisten ein Kalifat aus und verübten Gräuel an der Zivilbevölkerung.

Durch Luftangriffe der US-geführten Militärkoalition und Bodenoffensiven einheimischer Soldaten hat der IS in den vergangenen Monaten größere Gebietsverluste erlitten. Als letzte irakische Großstadt befindet sich nur noch Mossul in der Hand der Dschihadisten, in Syrien ist Raqqa die IS-Hochburg.

Der US-Präsident kritisierte das russische Vorgehen im syrischen Bürgerkrieg.

Die jüngsten Aktionen weckten Zweifel, ob es Russland und Syrien ernst mit Frieden sei, sagte Obama. Die USA seien weiterhin bereit, mit Russland zusammenzuarbeiten, um die Gewalt zu beenden und den Kampf gegen den IS und die radikal-islamische Al-Kaida zu verstärken.

Bisher habe die Regierung in Moskau aber nicht die dazu nötigen Schritte eingeleitet. Er sei sich nicht sicher, ob man Russland oder dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertrauen könne, fügte Obama an. Russland kämpft in dem Bürgerkrieg auf der Seite der Regierung von Bashar al-Assad. Derzeit sind etwa 250.000 Menschen in der heftig umkämpften Metropole Aleppo eingeschlossen.

Quelle: Apa/Ag.

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