Weltpolitik

Österreicher glauben, dass Trumps Wahlsieg Norbert Hofer hilft

Der Wahlsieg von Donald Trump schadet dem Ansehen der USA und macht die Beziehung zwischen den Vereinigte Staaten und der EU schwieriger. Außerdem hilft Trumps Sieg Norbert Hofer, sagen die Österreicherinnen und Österreicher.

Österreicher glauben, dass Trumps Wahlsieg Norbert Hofer hilft SN/APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
Die Österreicher wurden vom Wahlsieg Donald Trumps überrascht.

Die Schlacht ist geschlagen, Donald Trump hat die US-Wahl gewonnen und wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Während die USA den Schock noch verdauen und eine Nacht darüber schlafen muss, zumindest vier Jahre lang von einem international mehr als streitbaren Oberhaupt regiert zu werden, ging das Meinungsforschungsinstitut market der Frage nach, was ein derart kontroverser Präsident für den Rest der Welt - aus der Sicht der österreichischen Bevölkerung - bedeutet.

Jedenfalls haben mehr als 70 Prozent nicht mit einem derartigen Wahlausgang in den USA gerechnet, für rund ein Drittel kam er im Detail sehr überraschend.

Welche Auswirkungen sehen die Österreicher nun durch "Mr. President, Donald Trump"?

Zuallererst schadet die Entscheidung in den USA dem internationalen Ansehen des Landes, 70 Prozent, sind die Österreicher überzeugt.

In einer ähnlichen Größenordnung vermuten sie auch negative Auswirkungen auf die Weltpolitik, zu unterschätzen seien die nun folgenden Entwicklungen auf den Finanzmärkten bzw. für die Flüchtlingskrise im Nahen Osten. Während man die allgemeinen Beziehungen zwischen der USA und Russland unter "Putin-Freund" Trump zum Teil im Aufwind sieht, erwartet man im Gegensatz dazu rauere Zeiten zwischen der USA und der EU. Was auffällt: Österreich dürfte in einer sich möglicherweise verändernden Weltordnung nur eine geringe Rolle spielen - jeweils rund die Hälfte geht davon aus, dass der neue Republikaner im Weißen Haus keinerlei Einfluss auf Österreichs Wirtschaft bzw. Politik hat. Keine Befürchtungen hat man zudem im Hinblick auf etwaige Einflüsse für das eigene Leben.

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird
Trotz der vorhandenen Ängste malen die Österreicher aber nicht vorschnell den Teufel an die Wand. So glauben rund zwei Drittel, dass Trump die von ihm im Vorfeld getätigten rigorosen Wahlversprechen (wie der geplante Mauerbau an der mexikanischen Grenze, das Einwanderungsverbot für Muslime oder der Ausstieg der USA aus der Welthandelsorganisation) nicht bzw. nur bedingt in Kraft
setzen wird und orten darin vielmehr haltlose Wahlversprechen. Ein Aspekt, der Europa und den Rest der Welt doch hoffen lässt.

Trump als Turbo für Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer?
Mit einer ähnlichen Klarheit sieht man letztlich auch den heimischen Begünstigten des amerikanischen Wahltages. So gehen knapp 60 Prozent davon aus, dass der Sieg Donald Trumps einen Rückenwind für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer bei der kommenden zweiten Stichwahl zum österreichischen Bundespräsidenten bedeutet. Während sich in diesem Zusammenhang in etwa ein Viertel keine Einschätzungen zutraut, sehen nur 14 Prozent Alexander van der Bellen als Profiteur des amerikanischen Wahlergebnisses.

Quelle: SN

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