Weltpolitik

Offenbar fünf Soldaten bei PKK-Angriff in der Türkei getötet

Bei einem schweren Angriff der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der südosttürkischen Provinz Sirnak sind laut Medienberichten mindestens fünf Soldaten getötet worden. Acht weitere Soldaten seien bei dem Vorfall am Mittwoch in dem an den Nordirak grenzenden Distrikt Uludere verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das türkische Militär.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, ein Konvoi sei auf dem Weg zum Grenzübergang Habur in eine Sprengfalle geraten. Dann hätten die Angreifer das Feuer eröffnet. Aus dem Nordirak - wo die PKK ihr Hauptquartier unterhält - seien zur Unterstützung der Angreifer Raketen gefeuert worden.

Seit der erneuten Eskalation des Kurdenkonflikts im Juli 2015 wurden hunderte Angehörige der türkischen Sicherheitskräfte getötet. Damals war nach zweieinhalb Jahren der Waffenstillstand zwischen der PKK und der türkischen Regierung zerbrochen.

In den vergangenen Monaten gingen die Sicherheitskräfte mit großer Härte vor, um PKK-Stellungen im Nordirak zu zerstören und mutmaßliche PKK-Kämpfer aus kurdischen Städten zu vertreiben.

Dabei wurden in der Türkei auch zahlreiche Zivilisten getötet. Seit dem Beginn des bewaffneten Konflikts 1984 wurden knapp 40.000 Menschen getötet. Nach dem NATO-Partnerland Türkei hatten auch die EU und die USA die PKK als Terrororganisation eingestuft.

Quelle: Apa/Dpa

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