Weltpolitik

Oppositionsparteien in Venezuela fordern Streik gegen Maduro

Aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik von Präsident Nicolas Maduro haben drei wichtige Oppositionsparteien in Venezuela ab Dienstag zum Streik aufgerufen. Initiatoren sind die Parteien Primero Justicia (PJ) von Ex-Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles, Voluntad Popular, deren Vorsitzender Leopoldo Lopez unter Hausarrest steht, und Causa R des früheren Gewerkschaftsführers Andres Velasquez.

Präsident Maduro steht unter Druck SN/APA (AFP)/HO
Präsident Maduro steht unter Druck

Am Dienstag solle ein "erster Tag des Protests und der Arbeitsniederlegung gegen Maduro, die Hyperinflation und den Hunger" stattfinden, hieß es in ihrem Aufruf. Einzelheiten sollten am Sonntag (Ortszeit) bekannt gegeben werden.

Am Montag steht Venezuela eine einschneidende "Geldumstellung" bevor. Dann werden im Kampf gegen die Inflation fünf Nullen der Landeswährung, dem Bolivar, gestrichen. Venezuela steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise, die Geldentwertung könnte laut Internationalem Währungsfonds (IWF) dieses Jahr eine Million Prozent erreichen. Maduro hatte ursprünglich die Streichung von drei Nullen angekündigt. Die neuen Scheine sollten ab dem 4. August in Umlauf kommen. Die Zentralbank hat um Verschiebung gebeten.

Venezuela steckt schon seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Durch den Verfall des Ölpreises seit 2014 - Öl ist die Haupteinnahme-Quelle für Venezuela - fehlt dem südamerikanischen Staat das Geld. Es gibt gravierende Versorgungsengpässe.

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 11.12.2018 um 09:09 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/oppositionsparteien-in-venezuela-fordern-streik-gegen-maduro-38968216

Kommentare

Schlagzeilen