Weltpolitik

Orban und Co. jetteten in Armeemaschinen durch die Welt

Die neuerworbenen Luxusjets der ungarischen Armee haben exotische Ziele angesteuert, wie die ungarische Enthüllungsplattform "Atlatszo" berichtet. Die zwei Airbusse A319 und zwei Dassault Falcons 7X seien demnach unter anderem nach Las Vegas, Panama, Dubai, Malta und auf die Kanaren geflogen.

Orban jettete offenbar nach Las Vegas oder Dubai auf Staatskosten SN/APA (AFP)/ARIS OIKONOMOU
Orban jettete offenbar nach Las Vegas oder Dubai auf Staatskosten

Das Verteidigungsministerium hatte den Erwerb dieser Maschinen zuvor ausschließlich für militärische Zwecke und nicht als "Regierungsmaschinen" deklariert. Nach dem Bericht von "Atlatszo" gab es auf Anfrage des Portals "hvg.hu" letztlich eine Liste mit den Namen der Passagiere bekannt. An Bord waren demnach Ministerpräsident Viktor Orban, Außenminister Peter Szijjarto, Innenminister Sandor Pinter und auch Staatspräsident Janos Ader gesessen.

Über die konkreten Ziele dieser Flüge sowie anfallende detaillierte Kosten schweigt sich das Ministerium aus, wie "hvg.hu" vermeldete. Laut dem Portal seien Spitzenpolitiker zwischen Juli 2018 und Oktober 2019 an 80 verschiedene Ziele geflogen. Der teuerste Flug soll nahezu 30 Millionen Forint (91.074,68 Euro) gekostet haben.

Die oppositionelle Demokratische Koalition (DK) forderte ihrerseits Informationen von Verteidigungsminister Tibor Benkö darüber, zu welchem Zweck die Maschinen der Armee mit Politikern an Bord an "exotische Ziele, in Casinostädte und Steuerparadiese" geflogen waren.

Quelle: APA

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