Weltpolitik

OSZE-Beobachter in der Ostukraine unter Beschuss

OSZE-Beobachter in der umkämpften Ostukraine sind bei einer Kontrollfahrt auf Separatistengebiet unter Mörserbeschuss geraten. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, wie die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Samstag mitteilte.

Die sechs OSZE-Mitarbeiter befanden sich unweit einer Grenzkontrollstelle der prorussischen Separatisten im Dorf Pikusy nordöstlich der Hafenstadt Mariupol. Die mehr als 600 Mitarbeiter der Organisation sollen unter anderem kontrollieren, ob schwere Waffen wie vereinbart von der Frontlinie abgezogen werden.

Im Osten der Ukraine kämpfen ukrainische Regierungstruppen gegen Separatisten, die von Russland militärisch unterstützt werden. Ein Waffenstillstand wird nicht eingehalten. Nach Angaben der Armee in Kiew wurden bei Gefechten in den vergangenen 24 Stunden zwei ukrainische Soldaten getötet und 16 verletzt. Die Separatisten in Luhansk verzeichneten einen Verwundeten. Nach unbestätigten Meldungen wurden im Donezker Separatistengebiet zudem drei Zivilisten verletzt. In dem seit 2014 andauernden Konflikt sind nach UNO-Angaben bisher etwa 10.000 Menschen getötet worden.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 19.09.2018 um 07:11 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/osze-beobachter-in-der-ostukraine-unter-beschuss-696103

Schlagzeilen