Weltpolitik

Pakistan und Afghanistan gemeinsam in Anti-Terror-Allianz

Pakistan, Afghanistan, China und Tadschikistan haben eine neue Anti-Terror-Initiative gegründet. Das geht aus einer Stellungnahme des pakistanischen Militärs von Mittwochnacht hervor. Leitende Militärs der Länder waren am Mittwoch für ein Auftakttreffen im chinesischen Ürümqi zusammengekommen.

Die Vier-Länder-Gruppe soll den Austausch von Geheimdiensterkenntnissen und die Ausbildung von Sicherheitskräften koordinieren. Eine Initiative der Regierungen von Pakistan, Afghanistan, China und den USA für Friedensgespräche mit den afghanischen Taliban war im Frühjahr an Streit zwischen Kabul und Islamabad gescheitert. Pakistan wird vorgeworfen, die afghanischen Taliban zu unterstützen. Die Taliban hatten die Initiative zudem abgelehnt.

Die pakistanische Zeitung "Express Tribune" berichtete am Donnerstag allerdings, dass eine Taliban-Delegation jüngst China besucht habe und an einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche interessiert sei. China könne eine Schlüsselrolle spielen. Nun müsse die afghanische Regierung reagieren. Im Kabuler Außenministerium und im Hohen Friedensrat stand zunächst niemand für einen Kommentar zur Verfügung.

Die Taliban intensivieren ihre Angriffe in Afghanistan seit Monaten. Im Mai kontrollierten sie nach Angaben des US-Militärs fünf Prozent mehr Territorium als im Jänner. Strategisch wichtige Orte konnten sie bisher aber nicht erobern. Auch sie müssen schwere Verluste hinnehmen. Internationale Militärs sprechen von einem Patt.

Quelle: Apa/Dpa

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