Weltpolitik

Papst Franziskus hielt Messe in Sofia

Papst Franziskus hat bei einer Messe in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zur Überwindung von Apathie aufgerufen. Der Pontifex ermunterte bei seiner Predigt am Sonntag die Gläubigen, "Hauptakteure einer Revolution der Liebe und des Dienstes" zu sein. Zu der Messe auf dem zentral gelegenen, größten Platz der 1,5-Millionen-Metropole, Alexander I., kamen Tausende Gläubige, auch aus anderen Ländern.

Tausende bei Papstmesse in Sofia SN/APA (AFP)/NIKOLAY DOYCHINOV
Tausende bei Papstmesse in Sofia

Der Papst warnte vor einer "Psychologie des Grabes", die alles resignierend hinnehme und zu einer bittersüßen Traurigkeit hinziehe. "So entsteht die größte Gefahr innerhalb einer Gemeinschaft: der graue Pragmatismus des Alltags", sagte er. Franziskus begrüßte die Gläubigen mit dem orthodoxen Ostergruß "Christus ist auferstanden". Die orthodoxen Christen in Bulgarien, hatten erst am 28. April Ostern gefeiert. Die Katholiken in Bulgarien machen weniger als ein Prozent der Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen aus.

Während eines Besuchs beim bulgarisch-orthodoxen Kirchenoberhaupt, Patriarch Neofit zeigte sich Franziskus zuversichtlich, dass mit Gottes Hilfe die jetzigen Kontakte zwischen Katholiken und Orthodoxen sich auf viele andere Aspekte positiv auswirken könnten. Doch Patriarch Neofit beharrte bei der orthodoxen Position: "Wir, die bulgarische orthodoxe Kirche, sind fest überzeugt, dass bezüglich des Glaubens es keine Kompromisse geben kann und darf."

Papst Franziskus betete in der orthodoxen Alexander-Newski-Kathedrale im Stadtzentrum vor dem Thron der Heiligen Kyrill und Methodius. In einer Rede lobte er die orthodoxen Heiligen, die zu Schutzpatronen Europas erklärt wurden, als Wegweiser eines "fruchtbaren Dialogs, für Harmonie und brüderliche Begegnung zwischen den Kirchen, Staaten und Völkern".

Quelle: APA

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