Weltpolitik

Papst klagt über sinkende Zahl von Ordensleuten

Der Papst hat am Samstag über den Rückgang bei der Anzahl der Ordensleute weltweit geklagt. Die Treue zum Ordensleben zu halten, sei in der gegenwärtigen Kultur nicht einfach, so Franziskus bei einem Treffen mit der Vollversammlung der Kongregation für das Ordensleben.

Papst Franziskus sieht das religiöse Leben geschwächt.  SN/APA (AFP)/VINCENZO PINTO
Papst Franziskus sieht das religiöse Leben geschwächt.

"Wir leben geradezu in einer Zeit der 'Ausblutung', welche das religiöse Leben und damit das Leben der Kirche selbst schwächt", so der Papst. Er bezog sich damit auf die Mitgliederzahlen, die fast überall auf der Welt rückläufig sind, durch weniger werdende Eintritte wie auch durch Austritte aus den Ordensgemeinschaften.

Es gebe viele verschiedene Gründe, das Ordensleben zu verlassen. "Wir leben in einer Kultur der Stücke, des Provisorischen. Diese Kultur führt zu dem Wunsch, immer eine Seitentür offen zu halten, für andere Möglichkeiten. Sie nährt den Konsumismus und vergisst die Schönheit eines einfachen und schlichten Lebens", so der Papst.

Franziskus sprach auch von den Problemen im Inneren der Ordensgemeinschaften. Dazu gehörten unter anderem die Routine, die Müdigkeit, das Gewicht der Verwaltung der Strukturen, innere Spaltungen und die Suche nach Macht, eine weltliche Weise, die Institute zu leiten.

Quelle: APA

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