Weltpolitik

Papst: "Migranten Friedenshoffnungen nicht nehmen"

Papst Franziskus hat beim Angelus-Gebet zu Neujahr zu verstärkten Anstrengungen für die Aufnahme und die Integration von Migranten und Flüchtlingen aufgerufen. Man dürfe die Hoffnungen von Flüchtlingen, die lange und anstrengende Reisen auf der Suche nach Frieden unternehmen, ihre Hoffnungen nicht nehmen, so der Papst.

Papst ruft auf, Flüchtlingsaufnahmepolitik "auf ein Höchstmaß" auszuweiten SN/APA (AFP)/VINCENZO PINTO
Papst ruft auf, Flüchtlingsaufnahmepolitik "auf ein Höchstmaß" auszuweiten

"Ich möchte diesen Brüdern und Schwestern eine Stimme geben, die für sich einen Horizont des Friedens suchen. Frieden ist ein Recht aller. Migranten und Flüchtlinge sind bereit, lange und gefährliche Reise zu unternehmen, um diese Freiheit zu erlangen", sagte der Papst am Weltfriedenstag der katholischen Kirche, den er dem Thema Migranten widmete. Franziskus plädierte für verstärkte Anstrengungen im neuen Jahr, um eine solidarische Welt aufzubauen.

Für die Weltfriedensbotschaft hat der Papst den Titel "Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden" gewählt. Die Regierenden fordert Franziskus in dem Schreiben auf, die Aufnahmepolitik "auf ein Höchstmaß" auszuweiten, "soweit es das wahre Wohl ihrer Gemeinschaft zulässt". Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche der Weltfriedenstag und zugleich auch Hochfest der Gottesmutter Maria.

Zu Beginn des neuen Jahres plädierte der Papst bei einer Messe im römischen Petersdom für den Schutz des Lebens vom Anfang bis zum Ende. Jedes Leben von der Empfängnis bis zum Tod müsse "geliebt und unterstützt" werden, so der Papst in seiner Predigt.

Franziskus rief die Gläubigen auf, zu Jahresbeginn Gott "Freuden und Leid", sowie Hoffnungen, Ängste, Licht und Schatten anzuvertrauen. Das Menschenleben dürfe nicht Opfer der Angst, der Hoffnungslosigkeit und des Aberglaubens werden, sagte der Papst. Franziskus betonte, die Gläubigen sollten täglich Stille suchen, um den Dialog mit Gott zu ermöglichen. Man müsse die eigene interne Freiheit von der "ätzenden Banalität" des Konsums schützen.

Dem Papst stehen weitere intensive Tage bevor. Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (Dreikönigstag, 6. Jänner) feiert der Heilige Vater mit einer Messe im Petersdom. Der Papst wird am 7. Jänner anlässlich des Festes der Taufe Jesu im kleineren Rahmen einige Kinder in der Sixtinischen Kapelle taufen. Am 15. Jänner bricht er zu einer einwöchigen Reise nach Chile und Peru auf.

(APA)

Aufgerufen am 25.04.2018 um 06:16 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/papst-migranten-friedenshoffnungen-nicht-nehmen-22419355

25. April 2018 - der Tag in Bildern

Traumhafte Frühlingskulisse, Durchstich auf der Großglockner Hochalpenstraße und ein Teddybär für den Papst - in den Bildern vom Mittwoch.

Meistgelesen

    Schlagzeilen