Weltpolitik

Papst setzt auf Freundschaft zu Muslimen gegen Islamismus

Papst Franziskus setzt auf persönliche Beziehungen zu Muslimen als Mittel gegen Islamismus. Man dürfe keine Angst haben, miteinander "wie mit Brüdern" zu reden, sagte er laut der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Mittwoch) bei einem Treffen mit Vertretern des Jüdischen Weltkongresses. Statt auf theologische Debatten setze er auf "Freundschaft mit Leuten, die nicht so fundamentalistisch sind".

Papst setzt auf Freundschaft zu Muslimen gegen Islamismus SN/APA (AFP)/GABRIEL BOUYS
Papst Franziskus setzt auf persönliche Freundschaften.

Fundamentalismus sei "der Feind des Dialogs", sagte Franziskus laut Kathpress. Solche "mehr oder weniger kleinen Gruppen" gebe es in allen Religionen, auch unter Katholiken. Dagegen tue es gut, Freundschaften zu schließen, sagte der Papst seinen jüdischen Gesprächspartnern. "Ich bete für euch und die Muslime, und ich weiß, dass viele von euch und viele Muslime für mich beten", so Franziskus.

Mit Blick auf die jüdisch-katholischen Beziehungen sagte der Papst, die "gute Verbundenheit" beider Religionen sei essenziell. "Man kann das Christentum nicht ohne seine jüdischen Wurzeln verstehen. Aus diesem Grund kann das Christentum nicht antisemitisch sein", sagte er. Die Delegation des Jüdischen Weltkongresses war mit ihrem Präsidenten Ronald Lauder am Montag zu einem längeren Austausch bei Franziskus in dessen Residenz Santa Marta.

Quelle: APA

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