Weltpolitik

Pariser Macheten-Angreifer außer Lebensgefahr

Einen Tag nach dem Angriff auf eine Militärpatrouille beim Pariser Louvre ist der Täter außer Lebensgefahr. Sein Zustand habe sich verbessert, wie es am Samstag aus Ermittlerkreisen hieß. Er könne jedoch noch nicht verhört werden. Der Mann hatte am Freitag in der unterirdischen Einkaufspassage, die zum Museum führt, mit einer Machete in jeder Hand vier Soldaten angegriffen.

Die Attacke ereignete sich vor dem Louvre.  SN/APA (AFP)/ISABEL MALSANG
Die Attacke ereignete sich vor dem Louvre.

Einer von ihnen schoss dem Angreifer in den Bauch. Bei dem Täter handelt es sich vermutlich um einen 29-jährigen Ägypter. Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus. Der Angreifer hatte laut gedroht und "Allahu Akbar" ("Allah ist groß") gerufen.

Kurz vor seiner Attacke soll der Verdächtige mehrere Botschaften im Onlinedienst Twitter versandt haben. Darin habe er Bezug auf die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sowie die "Brüder in Syrien und die Kämpfer in der ganzen Welt" genommen, hieß es am späten Freitagabend aus ermittlernahen Kreisen.

Die Botschaften stammten von einem Twitter-Konto, das dem Verdächtigen gehören könnte. Von dem Konto aus wurden am Freitag, nur wenige Minuten vor dem Angriff, mindestens zehn Botschaften auf Arabisch veröffentlicht, wie die Nachrichtenagentur AFP feststellte. Unter anderem war darin auch die Rede von einer Reise von Dubai nach Paris am 26. Jänner - dies deckt sich mit dem Flug des Tatverdächtigen.

Bei ihm handelt es sich vermutlich um einen 29-jährigen Ägypter, seine Identität sei aber noch nicht "formal" bestätigt. sagte der Pariser Staatsanwalt Francois Molins am Freitagabend vor Journalisten.

Der Mann hatte Freitagfrüh patrouillierende Soldaten nahe des weltberühmten Louvre-Museums angegriffen und dabei "Allahu Akbar" geschrien (Gott ist groß), wie die Behörden mitteilten. Ein Soldat wurde leicht verletzt. Ein anderer Soldat eröffnete das Feuer und verletzte den Angreifer lebensgefährlich. Die französische Regierung sprach von einer mutmaßlich terroristischen Attacke.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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