Weltpolitik

Pariser Staatsanwaltschaft fordert lebenslang für "Carlos"

Im Berufungsprozess gegen die in Frankreich inhaftierte "Terrorlegende" Ilich Ramirez Sanchez alias "Carlos" hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch lebenslange Haft für den Angeklagten beantragt. In dem Verfahren geht es um die Beteiligung des heute 68-Jährigen an einem tödlichen Anschlag auf ein Kaufhaus in Paris im Jahr 1974.

"Carlos" sitzt seit 1994 in Haft SN/APA (AFP)/STAFF/JACK GUEZ/BERTRA
"Carlos" sitzt seit 1994 in Haft

Ein Pariser Gericht hatte den selbst ernannten Berufsrevolutionär Carlos dafür im März 2017 zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Bei dem Anschlag waren zwei Menschen getötet und 34 weitere verletzt worden.

Der seinerzeit international gesuchte Venezolaner sitzt seit 1994 in Frankreich in Haft. "Carlos" war 1975 auch an der Geiselnahme von OPEC-Ministern in Wien beteiligt. Dabei wurden drei Personen getötet. Insgesamt wurde er bereits dreimal zu Höchststrafen verurteilt: Neben der Strafe für den Pariser Kaufhausanschlag auch für drei Morde im Jahr 1975 und für vier Sprengstoffattentate mit insgesamt elf Todesopfern in den Jahren 1982 und 1983.

Quelle: Apa/Ag.

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