Weltpolitik

Pena Nieto Sieger bei Präsidentenwahl in Mexiko

Der 45-jährige Anwalt Enrique Pena Nieto ist als Sieger aus der Präsidentenwahl in Mexiko hervorgegangen. Nach Auszählung von mehr als Zweidrittel der Stimmen kommt er auf rund 37 Prozent der Stimmen.

Pena Nieto Sieger bei Präsidentenwahl in Mexiko SN/apa (epa)
45-jähriger Anwalt erhielt 38 Prozent der Stimmen.

Der Wahlerfolg Pena Nietos bringt die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), die das Land 71 Jahre lang von 1929 bis 2000 autoritär regierte, nach zwölf Jahren wieder an die Macht. Der Wahlerfolg sei "unumkehrbar", sagte PRI-Chef Pedro Joaquin Coldwell noch vor der Bekanntgabe der ersten offiziellen Ergebnisse. Er forderte insbesondere die Vertreter der linksbürgerlichen Partei der Demokratischen Revolution (PRD) von Lopez Obrador auf, ihre Niederlage anzuerkennen.

Lopez Obrador wurde von der PRD aufgestellt. Er kam nach Informationen diverser Sender auf einen Anteil von 31 Prozent der Stimmen. 2006 hatte Lopez Obrador seine äußerst knappe Niederlage gegen den Kandidaten der konservativen Partei der Nationalen Aktion (PAN), Felipe Calderon, nicht anerkannt. Dieser stürzte die Sicherheitskräfte in einen blutigen Kampf gegen die Drogenkartelle, bei dem seither mehr als 50.000 Menschen getötet wurden.

Bei der gleichzeitig abgehaltenen Parlamentswahl verfehlte die PRI ersten Prognosen zufolge die absolute Mehrheit in beiden Kammern. Dies dürfte es Pena Nieto erschweren, seine Reformagenda umzusetzen. Dazu zählen eine Liberalisierung des Arbeitsmarkts, eine Verbesserung der Steuereinnahmen und die umstrittene Öffnung des staatlichen Ölkonzerns Pemex für ausländische Investoren.

Quelle: Apa/Ag.

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