Weltpolitik

Polen gedenkt des deutschen Überfalls vor 81 Jahren

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat auf der Westerplatte bei Danzig (Gdansk) des deutschen Überfalls auf Polen vor 81 Jahren gedacht. "Dieser Ort ist ein Symbol des Heldentums polnischer Soldaten und für die ganze Welt eine Warnung vor einer brutalen Politik, die in den Krieg führt", sagte der nationalkonservative Politiker am Dienstag.

So etwas dürfe sich niemals wiederholen, so Präsident Duda SN/APA (AFP)/MATEUSZ SLODKOWSKI
So etwas dürfe sich niemals wiederholen, so Präsident Duda

So etwas dürfe sich niemals wiederholen, sagte der 48-Jährige in der im Fernsehen übertragenen Rede. Mit dem Überfall des nationalsozialistischen Deutschlands auf das Nachbarland hatte am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begonnen.

Fast zeitgleich mit den Schüssen auf die Westerplatte flogen deutsche Bomber einen Angriff auf die Kleinstadt Wielun. Dort nahm der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki an einer Gedenkfeier teil. "Historiker fragen sich, warum Wielun? Warum diese unbewaffnete Stadt, in der Bomben mehr als 1.000 Menschen töteten?", sagte der Regierungschef. "Hier hat sich der barbarische Plan der Deutschen gezeigt - Völkermord und Ausrottung", sagte der 52-Jährige.

Morawiecki warnte davor, die Geschichte zu vergessen oder zu verfälschen. Die Lehre sei: "Niemals wieder Nazismus, niemals wieder Kommunismus, niemals wieder Krieg."

Rund sechs Millionen polnische Staatsbürger starben im Zweiten Weltkrieg, die Hälfte davon waren Juden. An der Gedenkveranstaltung nahm auch der deutsche Geschäftsträger in Polen, Knut Abraham, teil. Nach Angaben der Agentur PAP sagte er auf Polnisch, er denke an all die Menschen, die ohne jegliche Vorwarnung aus der Luft angegriffen worden seien.

Quelle: Apa/Dpa

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