Weltpolitik

Poroschenko fordert OSZE-Mission für Krim

Im Streit mit Russland um die Krim hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko eine Ausweitung der OSZE-Beobachtermission auf die Schwarzmeerhalbinsel gefordert. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) solle zudem bewaffnete Polizisten in den umkämpften Osten der Ukraine schicken, sagte er bei einem Telefonat mit EU-Ratspräsident Donald Tusk am Mittwoch.

Poroschenko fordert OSZE-Mission für Krim SN/APA (AFP)/ALEKSEY FILIPPOV
Russland will keine zusätzlichen Beobachter.

Russland lehnt dies ab. In der Ostukraine kämpfen Armee und prorussische Separatisten gegeneinander. Die OSZE hat dort hunderte Beobachter. Poroschenko rief die EU auf, entschieden auf russische Provokationen in dem Konflikt zu reagieren, wie das Präsidialamt in Kiew mitteilte.

Der Streit um die 2014 von Russland einverleibte Krim war vergangene Woche neu entbrannt. Russland warf der Ukraine Sabotage und Terrorismus vor, die Ukraine versetzte ihre Armee in erhöhte Bereitschaft. Beides löste einen rhetorischen Schlagabtausch aus.

Tusk stellte sich seinerseits hinter die Führung in Kiew. "Wir haben eine ähnliche Einschätzung der Situation auf der Krim und im Donbass. Die russische Version der Ereignisse (ist) unzuverlässig", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. Am Vorabend hatte Poroschenko bereits mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande über die gespannte Lage in der Ostukraine beraten.

Quelle: Apa/Dpa

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