Weltpolitik

Proteste gegen anti-asiatischen Rassismus in den USA

Tausende Menschen sind in den USA gegen anti-asiatischen Rassismus auf die Straße gegangen. Protestmärsche gab es am Sonntag unter anderem in New York und Washington sowie in Atlanta, wo ein Mann am Dienstag bei Angriffen auf Massagesalons acht Menschen erschossen hatte, darunter sechs Frauen asiatischer Herkunft.

Auch in New York kam es zu Demonstrationen SN/APA (AFP)/ED JONES
Auch in New York kam es zu Demonstrationen

Nach Angaben der Polizei wies der 21-jährige Tatverdächtige Robert Aaron Long ein rassistisches Motiv zurück. Er sagte demnach aus, er habe im Kampf gegen seine Sexsucht eine Versuchung "beseitigen" wollen, die ihn in Konflikt mit seinen strengen religiösen Überzeugungen gebracht habe. Die Behörden haben Longs Motiv noch nicht bestätigt. Allgemein gilt die Tat jedoch als Symbol für die Verflechtung von Sexismus und Rassismus in den USA.

Sie sei "richtig wütend", dass die Polizei das Verbrechen nicht klar als rassistisch motiviert eingestuft habe, sagte die Demonstrantin Xin Hua in Washington: "Tatsache ist, dass sechs asiatische Frauen getötet wurden."

"Ich bin nicht deine Versuchung" prangte auf einem Plakat, dass die Demonstrantin Kat trug. "In Dating-Apps haben mich Männer kontaktiert und gesagt, "ich muss mein Gelbfieber heilen", schilderte sie den rassistischen Sexismus gegenüber aisatisch-stämmigen Frauen. Hintergrund eines gegen Asiaten gerichteten Rassismus bildet in den USA auch das Vorgehen der früheren Regierung unter Präsident Donald Trump, das Coronavirus als "China-Virus" zu brandmarken.

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