Weltpolitik

Putin wünscht sich Trump als Präsidenten

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist angespannt. Und was sich Wladimir Putin wünscht, wird die Sache nicht besser machen: Er würde gerne Donald Trump im Weiße Haus sehen, berichtet der US-Nachrichtensender CNN.

Putin wünscht sich Trump als Präsidenten SN/AP
Trump-Freund: Vladimir Putin

Hillary Clinton und Wladimir Putin, das war und wird wohl nie eine Freundschaft werden. Das wird nun auch im US-Wahlkampf sichtbar. Der russische Präsident macht keinen Hehl daraus, dass er sich Donald Trump ins Weiße Haus wünscht. Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN berichtete vor kurzem von einem Ausspruch Putins. Dieser sagte, wer Clinton wähle, wähle den Krieg. Wer Trump wähle, wähle den Frieden.

Bereits früher hatte Putin gesagt, Trump sei im Gegensatz zu Clinton in der Lage, gefährlichen Spannungen zwischen Moskau und Washington abzubauen. Clinton benutze eine "aggressive Rhetorik", während Trump im Anti- Terror- Kampf zur Zusammenarbeit aufrufe.

"Ich hoffe, dass es eine Chance auf Wiederherstellung der bilateralen Beziehungen nach der Wahl gibt", meinte Putin, der Trump außerdem als "sehr talentiert" bezeichnete. Trump wiederum hat erklärt, er halte Putin für einen besseren Staatschef als US- Präsident Barack Obama.

Wie sehr sich Russland inzwischen in den US-Wahlkampf einmischt, macht auch eine Aussage des Putin Freunds und Ultranationalisten Wladimir Schirinowski offensichtlich. "Es wird überall Hiroshimas und Nagasakis geben", sagte der Verbündete von Präsident Wladimir Putin in einem am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Interview. Clintons Rivale Donald Trump sei dagegen die einzige Person, der die gefährlichen Spannungen zwischen Moskau und Washington abbauen könne. "Die Amerikaner müssen wissen, dass sie sich für den Frieden auf der Erde entscheiden, wenn sie am 8. November Trump ihre Stimme geben."

Viele Russen betrachten Schirinowski als albernen Politiker, der mit reißerischen Äußerungen auf sich aufmerksam macht. Er ist allerdings auch als treuer Diener Putins bekannt, der manchmal radikale Ansichten vertritt, um die öffentliche Meinung auszutesten. Schirinowski vergleicht sich gerne mit Trump. Er traf ihn nach eigenen Worten im Jahr 2002 in New York.

Quelle: SN-Alf

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