Weltpolitik

Razzien gegen mutmaßliche kurdische Extremisten in Istanbul

Bei Razzien gegen mutmaßliche kurdische Extremisten in Istanbul haben türkische Behörden einem Agenturbericht zufolge unter anderem Büroräume der Oppositionspartei HDP durchsuchen lassen. Die Polizei habe insgesamt 17 Verdächtige festgenommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag.

Bei der Aktion gegen die prokurdische Partei kamen der Agentur Dogan zufolge in der Nacht ein Hubschrauber und Anti-Terror-Einheiten zum Einsatz. Die HDP kritisierte, die Einsatzkräfte hätten die Tür ihres Gebäudes aufgebrochen und die Büroräume widerrechtlich durchsucht. Parteivertreter waren demnach nicht anwesend. Den Festgenommenen werde unter anderem Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.

Sicherheitskreisen zufolge waren am Mittwoch im Südosten der Türkei bei zwei Bombenanschlägen insgesamt neun Zivilisten getötet worden. Verantwortlich dafür sei die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK. Ein PKK-Anführer hatte bereits am Wochenende vor weiteren Angriffen gewarnt. Die PKK kämpft seit 1984 gegen die türkische Regierung. In dem Konflikt sind 40.000 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kurden.

Quelle: Apa/Ag.

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