Weltpolitik

Rebellen im Südsudan töten 15 Menschen

Bei Rebellenangriffen im ostafrikanischen Krisenstaat Südsudan sind dem Militär zufolge mindestens 15 Menschen getötet worden. Kämpfer der National Salvation Front (NAS) hätten Fahrzeuge der südsudanesischen Streitkräfte in der Nähe der Stadt Yei im Süden des Landes angegriffen und dabei zehn Soldaten getötet, sagte ein Militärsprecher am Montag.

Die Konflikte im Südsudan dauern weiter an SN/APA (AFP/Archiv)/ALEX MCBRIDE
Die Konflikte im Südsudan dauern weiter an

Zudem seien fünf Soldaten bei dem Angriff am Sonntag verletzt worden. Die Rebellengruppe war demnach auch für einen Angriff auf Zivilisten nahe des Ortes Mundri verantwortlich, bei dem fünf Menschen getötet wurden.

Jahrelang herrschte in dem ölreichen Land ein 2013 ausgebrochener Bürgerkrieg zwischen den Unterstützern von Präsident Salva Kiir und den Anhängern seines ehemaligen Vizes Riek Machar. Beide Seiten unterzeichneten dann im vergangenen Jahr ein Friedensabkommen, das ab November eine Einheitsregierung mit Machar als Vizepräsident vorsieht.

Allerdings muss sich zeigen, ob dieses Abkommen hält. Die Widersacher hatten schon einmal 2015 einen Friedensvertrag unterzeichnet, der später aber scheiterte. Zudem verweigerte sich unter anderem die NAS der Einigung. Nach wie vor kommt es immer wieder zu schweren Gewaltausbrüchen in dem Land. Derzeit sind dem UNHCR zufolge mehr als vier Millionen Menschen - rund ein Drittel der Bevölkerung - auf der Flucht.

Quelle: Apa/Dpa

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