Weltpolitik

Rebellen im syrischen Aleppo weiter zurückgedrängt

Nach monatelangen Kämpfen um Aleppo haben die Truppen des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad die Rebellen in der früheren Handelsmetropole weitgehend zurückgedrängt. Die Aufständischen kontrollierten nur noch ein kleines Gebiet im Ostteil der Stadt. Unterdessen tobt der Kampf um die antike Oasenstadt Palmyra weiter.

Rebellen im syrischen Aleppo weiter zurückgedrängt SN/APA (AFP)/GEORGE OURFALIAN
Tausende Bewohner flüchten in andere Stadtteile.

Das Gebiet, in dem sich viele Zivilisten aufhielten, liege unter starkem Beschuss syrischer Regierungstruppen, sagte ein Sprecher der Rebellengruppe Jabha Shamiya zur Lage in Aleppo. Die Kämpfe in Aleppo würden "tragisch" enden, wenn es keine Intervention von außen gebe, sagte er mit Blick auf Gespräche der USA und Russlands in Genf und Paris. Zu den Rebellen sei von den Gesprächen aber nichts durchgedrungen. Ihnen bleibe nur der Tod oder die Kapitulation.

US-Außenminister John Kerry hatte Syrien und Russland aufgefordert, angesichts ihrer jetzigen Übermacht "Gnade" zu zeigen. Es gehe darum, Menschenleben zu retten. Die USA und Russland haben etwa über eine Feuerpause verhandelt, damit Zivilisten den belagerten Osten Aleppos verlassen können.

Aus dem Ostteil brachten sich nach russischen Angaben über 20.000 Zivilisten in Sicherheit. Zudem hätten über 1.200 Rebellen ihre Waffen niedergelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte alleine in der Nacht auf Sonntag seien 10.000 Zivilisten in die von Regierungstruppen kontrollierten Viertel geflohen.

Während die Rebellen in Aleppo immer weiter an Boden verlieren, hat sich der "Islamische Staat" am Sonntag offenbar wieder in Palmyra festgesetzt. Die Truppen von Assad hätten sich zurückgezogen, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zuvor waren die Extremisten nach russischen Luftangriffen vorübergehend aus der antiken Oasenstadt vertrieben worden aus der sie vor acht Monaten schon einmal vertrieben worden waren.

Quelle: Apa/Ag.

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