Weltpolitik

Regierungstreue in Syrien bei israelischem Angriff getötet

Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe der zentralsyrischen Stadt Palmyra sind nach Angaben von Aktivisten neun regierungstreue Kämpfer getötet worden. Es handle sich um drei Syrer und sechs Ausländer, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mit.

Zuvor hatten syrische Staatsmedien berichtet, die syrische Luftwaffe habe bei dem Angriff am Montagabend mehrere israelische Raketen über der antiken Stadt in der Provinz Homs abgeschossen.

Laut dem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana wurden die israelischen Raketen abgeschossen, bevor sie ihr Ziel erreichen konnten. Die israelische Armee wollte die Angaben auf Nachfrage am Dienstag nicht kommentieren.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte der israelische Luftangriff Militärposten iranischer Milizen in der Wüste zum Ziel. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in London stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Von unabhängiger Seite können ihre Angaben kaum überprüft werden.

Der Angriff ereignete sich offenbar wenige Stunden nach einem Treffen zwischen dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad und dem iranischen Außenminister Jawad Zarif in Damaskus. Bei dem Treffen der engen Verbündeten ging es um die Entwicklungen in der Region vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat die israelische Armee hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre iranischen Verbündeten ausgeführt. Ende März hatte die syrische Luftabwehr einen dieser Angriffe in Homs abgewehrt.

Quelle: Apa/Dpa

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