Weltpolitik

Rom fordert verschärften Kampf gegen Schlepper vor Libyen

Die italienische Regierung drängt auf einen verschärften Kampf gegen Schlepperei in libyschen Gewässern. Der EU-Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer sei wichtig. Doch zusammen mit der Regierung in Tripolis müsse die libysche Küstenwache gefördert werden, damit es in Libyens Gewässern zu strengen Kontrollen gegen Schlepper komme, forderte Verteidigungsministerin Roberta Pinotti.

"Wir können nicht mehr zulassen, dass tausende Schiffe Libyens Küsten verlassen", sagte die Ministerin im Interview mit dem TV-Sender Sky Italia.

Der Ex-EU-Kommissionspräsident Romano Prodi drängte die EU zu einem stärkeren diplomatischen Einsatz zur Bewältigung des Notstands in Libyen. "Das Migrationsproblem kann nicht in Angriff genommen werden, wenn die Flüchtlinge bereits in Italien eingetroffen sind. Der Großteil der Migranten fährt von Libyen ab, denn dieses Land ist das einzige unkontrollierte und offene Tor für die tausenden Menschen auf der Flucht", so Prodi in einem Kommentar, der von der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" am Sonntag veröffentlicht wurde.

Quelle: APA

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