Weltpolitik

Romero-Preis 2018 in Salzburg verliehen

Der mit 10.000 Euro dotierte Romero-Preis 2018 ist am Freitagabend in Oberndorf bei Salzburg an den Peruaner Francisco San Martin Baldwin verliehen worden. Die Auszeichnung der Katholischen Männerbewegung Österreich (KMBÖ) wird jedes Jahr an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Entwicklung in den Ländern der sogenannten Dritten Welt einsetzen.

San Martin Baldwin habe sich in seiner südamerikanischen Heimat in zahlreichen Projekten für Tausende Menschen in Armut eingesetzt und ihnen ein nachhaltiges Einkommen, Arbeitsplätze und ein Leben in Würde ermöglicht, so die Begründung der Jury. Der am österreichischen Konsulat in Trujillo beschäftigte Preisträger studierte Politikwissenschaft in Salzburg. Noch während des Studiums wurde er 1987 zum Mitbegründer der peruanischen Kooperative "Minka" - was in Quechua, der Sprache der Inka-Nachfahren, "Zusammenarbeit" bedeutet.

Mittlerweile ist "Minka" eine etablierte Organisation, die Kleinstunternehmen im Norden Perus zu Wirtschaftsnetzwerken zusammenführt und zur Regionalentwicklung beiträgt. "Minka" schuf - auch mit Unterstützung von "Sei so frei", der entwicklungspolitischen Aktion der KMBÖ - Netzwerke in den Bereichen Schuhproduktion, biologische Landwirtschaft, Wasserversorgung, Kunsthandwerk und Tourismus.

Die seit 1980 vergebene Auszeichnung erinnert an Erzbischof Oscar Romero von San Salvador, der im selben Jahr nach einer Predigt vor dem Altar von einem Scharfschützen erschossen wurde. Der zum Zeitpunkt seines Todes 62-Jährige war für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in dem damals von einer Militärdiktatur beherrschten El Salvador eingetreten und so zum Feindbild der Regierung geworden. Romero wurde am 14. Oktober 2018 in Rom von Papst Franziskus heiliggesprochen.

Quelle: APA

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