Weltpolitik

Russische Journalistin in Kiew getötet

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist eine russische Journalistin ums Leben gekommen. Sie sei unter Raketenbeschuss geraten, als sie eine redaktionelle Aufgabe wahrnahm, informierte ihr Arbeitgeber, die Investigativ-Plattform The Insider (theins.ru). Sie habe Zerstörungen im Bezirk Podil gefilmt, als dieser unter erneuten Raketenbeschuss gekommen sei. Mit der Journalistin sei ein weiterer Zivilist ums Leben gekommen, zwei Begleitpersonen seien verletzt worden.

Die Reporterin filmte Zerstörungen in Kiew SN/APA/AFP/FADEL SENNA
Die Reporterin filmte Zerstörungen in Kiew

In der Mitteilung von Mittwochabend hieß es weiter, die Journalistin sei vor ihrer Stelle bei The Insider für den Anti-Korruptionsfonds des Kremlkritikers Alexej Nawalny tätig gewesen und in der Folge gezwungen gewesen, Russland zu verlassen. Sie sei daraufhin als Korrespondentin in die Ukraine gegangen und habe mehrere Berichte aus Lwiw (Lemberg) und Kiew erstellt.

The Insider drückte der Familie und den Freunden der Journalistin tiefstes Beileid aus. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gab es Berichte über mindestens sechs getötete Journalisten.

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