Weltpolitik

Russische Komiker legten Nordmazedoniens Regierungschef rein

Nordmazedoniens sozialdemokratischer Regierungschef Zoran Zaev ist auf einen Telefonstreich zweier russischer Satiriker hereingefallen. Am Dienstag entschuldigte sich Zaev für das auf YouTube veröffentlichte Telefonat, in dem er offenbar die Bestechung des orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. in Erwägung zieht. Einen von der konservativen Opposition geforderten Rücktritt lehnte Zaev jedoch ab.

Zaev hätte wohl gern auf das Telefonat verzichtet SN/APA (AFP)/JANEK SKARZYNSKI
Zaev hätte wohl gern auf das Telefonat verzichtet

Einer der beiden als "Wowan" und "Lexus" bekannten Satiriker hatte sich in dem Telefonstreich als der frühere ukrainische Präsident Petro Poroschenko ausgegeben. Der falsche Poroschenko legte Zaev die Bestechung des Patriarchen Bartholomäus nahe, um die Unabhängigkeit der mazedonischen orthodoxen Kirche vom Patriarchat in Istanbul voranzutreiben. Zaev reagierte zustimmend auf den Vorschlag.

Hinter "Wowan" und "Lexus" verbergen sich Wladimir Kusnezow und Alexej Stoljarow. Ihnen wird eine Nähe zum Kreml nachgesagt. Sie haben bereits zahlreichen Prominenten Streiche gespielt, darunter Elton John, dem früheren britischen Außenminister Boris Johnson und dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.

Quelle: Apa/Ag.

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