Weltpolitik

Russland dringt auf neue Syrien-Gespräche in Genf

Im Syrien-Konflikt macht Russland Druck auf die Vereinten Nationen für baldige Friedensgespräche in Genf. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura "muss alles tun, um den Prozess zu starten", sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Freitag in Moskau. "Jetzt ist es sehr wichtig, nicht den Moment verstreichen zu lassen", sagte sie der Agentur Interfax zufolge.

De Mistura hatte die Gespräche zuletzt auf 20. Februar verschoben.  SN/APA (AFP)/KIRILL KUDRYAVTSEV
De Mistura hatte die Gespräche zuletzt auf 20. Februar verschoben.

Die Waffenruhe und die jüngsten Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana seien eine gute Voraussetzung für eine neue UN-Konferenz, sagte sie. Ursprünglich war eine neue Verhandlungsrunde unter UN-Führung in der Schweiz für den 8. Februar geplant. De Mistura hatte die Gespräche aber zuletzt auf 20. Februar verschoben.

Russland hatte Ende Dezember die Waffenruhe in Syrien vermittelt, die aber brüchig ist. Zusammen mit der Türkei und dem Iran hatte Russland zudem Ende Jänner in Astana das Treffen syrischer Oppositioneller mit Vertretern der Regierung organisiert. Einen Durchbruch gab es nicht.

Experten aus Moskau, Ankara und Teheran wollen sich an diesem Montag erneut in Astana treffen, um über die Waffenruhe zu beraten, sagte der türkische Botschafter in Moskau, Hüseyin Diriöz. Russland, die Türkei und der Iran hatten vereinbart, die Lage im Kriegsgebiet gemeinsam überwachen zu wollen.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 19.09.2018 um 06:43 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/russland-dringt-auf-neue-syrien-gespraeche-in-genf-404776

Schlagzeilen