Weltpolitik

Russland lässt OSZE-Militärinspektion durch Ukrainer zu

Russland hat nach eigenen Angaben einer OSZE-Militärinspektion durch ukrainische Offiziere direkt im Hinterland des Kriegsgebietes Ostukraine zugestimmt. Die Ukraine habe beantragt, einen Teil des südrussischen Gebiets Rostow am Don kontrollieren zu dürfen. Das sagte ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums am Sonntag in Moskau.

Die Überprüfung finde nach dem Wiener Dokument über vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) von 2011 statt. Deutsche Militärs sollen von Montag bis Donnerstag eine Infanteriedivision im Gebiet Woronesch südlich von Moskau inspizieren, serbische Offiziere kontrollieren Truppen im Umland der russischen Hauptstadt.

Das Verwaltungsgebiet Rostow am Don grenzt an die ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk. Dort kämpfen prorussische Separatisten mit Moskauer Militärhilfe seit 2014 gegen Kiewer Regierungstruppen. Auch wenn Russland dies dementiert, zeigt der Verlauf der Kämpfe, dass es offenbar viele eigene Soldaten und Waffen in den Donbass entsandt hat. Die ukrainischen Militärs dürfen eine Fläche von 16.000 Quadratkilometern inspizieren, während das Gebiet Rostow 101.000 Quadratkilometer groß ist.

Quelle: Apa/Dpa

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