Weltpolitik

Salvini plant Treffen europäischer Rechtspopulisten

Der italienische Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini plant ein großes Treffen rechtspopulistischer Parteien, die eine Wahlallianz für die EU-Parlamentswahlen schmieden wollen. An dem Großevent in Mailand soll laut Lega-Kreisen auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache teilnehmen. Salvini gab noch kein Datum für die Veranstaltung bekannt.

Auch Vizekanzler Strache soll bei dem Treffen dabei sein SN/APA (AFP/Archiv)/JOE KLAMAR
Auch Vizekanzler Strache soll bei dem Treffen dabei sein

Straches Sprecher Martin Glier konnte die Teilnahme des Vizekanzlers an dem Treffen vorerst nicht bestätigen. Es werde ein Vertreter der FPÖ an dem Treffen in Italien teilnehmen, aber ob es Strache schaffe, sei noch unklar, erklärte Glier auf Anfrage der APA. Dies sei nicht als Absage zu verstehen, betonte er.

Salvini sagte im Gespräch mit der Tageszeitung "La Stampa" (Mittwochausgabe): "Ich plane ein großes Event in Mailand mit allen europäischen Verbündeten der Lega. Wir wollen einen Plan für eine EU-Reform vorstellen. Ich habe soeben mit einigen Verbündeten telefoniert. Zum ersten Mal rufen sie mich an, weil sie nach Italien kommen wollen", erklärte der 46-jährige Lega-Chef.

Rund 20 Parteien und Gruppierungen könnten sich laut Salvini der europäischen Wahlallianz anschließen. "Wir wollen ein neues Europa der Nationen vorschlagen. "Allianz der europäischen Völker und Nationen" (AEPN) soll das Wahlbündnis heißen, an dem der Europaparlamentarier der Lega, Marco Zanni, arbeitet. Daran sollen sich nach dem Willen der Lega auch die ungarischen Fidesz-Partei um Ungarns Premier Viktor Orban, die Rassemblement national (früher Front National) um die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen, die niederländische Freiheitspartei (PVV) von Geert Wilders, die deutsche Alternative für Deutschland (AfD) und die rechtspopulistischen Schwedendemokraten (SD) beteiligen.

Salvini plant laut Medienberichten im Rahmen des Wahlkampfs vor der EU-Wahl eine Wahlkampftour, die ihn auch nach Wien, nach Deutschland und Frankreich führen wird. In anderen Ländern will er mit Videobotschaften um die Gunst der Wählerschaft buhlen.

Quelle: APA

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