Weltpolitik

Sarkozy will trotz Gerichtsverfahren weitermachen

Der konservative französische Präsidentschaftsbewerber Nicolas Sarkozy will trotz eines drohenden Prozesses um eine frühere Wahlkampffinanzierung weitermachen. "Keine Polemik, kein Manöver, keine Manipulation, so schändlich sie auch sein mag", werde ihn davon abhalten, einen politischen Wechsel im kommenden Jahr anzustreben, sagte der frühere Staatschef am Dienstagabend in Poissy bei Paris.

Sarkozy will trotz Gerichtsverfahren weitermachen SN/APA (AFP)/PATRICK KOVARIK
Sarkozy will "Zähne zusammenbeißen" und weitermachen.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte am Montag angekündigt, ihn wegen illegaler Wahlkampffinanzierung vor Gericht zu bringen. Sarkozy wird zur Last gelegt, bei seiner erfolglosen Wiederwahlkampagne 2012 die gesetzliche Obergrenze für Wahlkampfausgaben überschritten zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Prozess gegen Sarkozy und 13 weitere Verdächtige, wie es aus dem Umfeld der Ermittlungen hieß. Die Entscheidung darüber liegt nun in der Hand der Ermittlungsrichter.

"Ich liebe Leute, die Höhen und Tiefen erfahren haben, die sich nicht beklagt haben, die die Zähne zusammengebissen haben", sagte der 61-Jährige. Sarkozy stellt sich im November der Vorwahl der Konservativen. Die Präsidentschaftswahl ist für April 2017 geplant.

Quelle: Apa/Dpa

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