Weltpolitik

Schlagkraft der Jihadisten im Sahel geschwächt

Die französische Armee sieht die Schlagkraft jihadistischer Gruppierungen in den Ländern der afrikanischen Sahel-Zone deutlich geschwächt. Die Zusammenarbeit der französischen Barkhane-Sondereinheit mit den Streitkräften von fünf Staaten der Region habe seit Beginn vor zwei Jahren "deutliche Erfolge gegen terroristische Gruppen" erzielt.

Das sagte der neue Barkhane-Kommandant, Francois-Xavier de Woillemont, am Dienstag bei einem Besuch in Ouagadougou. "Die Terrorgruppen haben die taktische Fähigkeit eingebüßt, Dörfer einzunehmen und zu kontrollieren", sagte der General in der Hauptstadt von Burkina Faso. "Im Sahel gibt es keine Terrorgruppen mehr, die in der Lage wären, größere Aktionen auszuführen." Allerdings seien diese Gruppen nach wie vor gefährlich, einzelne Terroranschläge seien immer noch möglich.

Auch die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sei in der Region aktiv, sagte de Woillemont. "Die Ausbreitung des IS ist ein globales Phänomen." Frankreich hatte den Barkhane-Einsatz vor zwei Jahren gestartet. Beteiligt sind die Staaten Mali, Mauretanien, Tschad, Niger und Burkina Faso. Im Rahmen der Mission hat die französische Armee rund 3.000 Soldaten in der Region im Einsatz. Sie zielt auf jihadistische Gruppierungen wie etwa Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQIM) ab.

Quelle: Apa/Ag.

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