Weltpolitik

Schwangere nach epileptischem Anfall von NGO-Schiff geholt

Nach einem epileptischen Anfall ist eine schwangere Migrantin von Bord des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi", das unweit von Malta unterwegs ist, evakuiert worden. Die maltesischen Behörden lieferten in der Nacht auf Donnerstag die 23-Jährige auf Malta in ein Krankenhaus ein, teilte die NGO Sea-Eye mit. Der Ehemann der Nigerianerin musste an Bord bleiben.

Rund 60 Flüchtlinge warten auf der Alan Kurdi SN/APA (AFP)/JAIME REINA
Rund 60 Flüchtlinge warten auf der Alan Kurdi

"Wir können nur hoffen, dass es der jungen Frau schnell wieder besser geht. Hier an Bord konnten wir ihr nicht mehr helfen", sagte demnach Werner Czerwinski, Kapitän der "Alan Kurdi". Vor zwei Tagen war eine weitere Frau evakuiert worden.

Seit acht Tagen wartet die Crew der "Alan Kurdi" auf eine politische Lösung für die im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge. An Bord befinden sich nun noch 62 Geflüchtete und 17 Crewmitglieder.

"Die Menschen kommen zu mir und fragen mich, wie lange sie noch an Bord bleiben müssen und warum es so lange dauert. Sie haben wirklich Angst vor der nächsten Schlechtwetterphase. Viele von ihnen waren seekrank und erholen sich nur langsam davon. Das ist doch kein Zustand für Menschen, die so etwas hinter sich haben und es ist auch kein Zustand für meine Crew", so Czerwinski.

Unterdessen hat die libysche Küstenwache 20 Migranten gerettet und nach Libyen zurückgebracht. Laut der Hilfsorganisation Alarm Phone, die Seenotfälle meldet, waren die Flüchtlinge am Mittwoch in Seenot geraten und hatten um Hilfe gebeten.

Alarm Phone kritisierte, dass die 20 Personen in ein Kriegsgebiet zurückgeführt worden seien. "Es ist eine Schande, dass diese illegale und unmenschliche Abschiebung in der Öffentlichkeit nur Desinteresse hervorruft", twitterte die Hilfsorganisation.

Quelle: APA

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