Weltpolitik

Schweiz nimmt in nächsten zwei Jahren 2.000 Flüchtlinge auf

Die Schweiz nimmt in den nächsten zwei Jahren weitere 2.000 besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge auf. Das beschloss die Regierung am Freitag in Bern. Darunter seien vorwiegend Familien, Frauen und Kinder, aber auch Alte und Kranke. Aufgenommen würden hauptsächlich Menschen, die in die Nachbarländer Syriens geflüchtet seien, dort aber nicht bleiben könnten, hieß es.

Die Menschen im Resettlementprogramm wurden vom UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR bereits als Flüchtlinge anerkannt. Mit der Hilfe beteiligt sich die Schweizer Regierung an dem von der UNO initiierten Umsiedlungsprogramm. Das UNHCR sucht aber noch Plätze für mehr als eine Million Menschen.

Österreich hatte unter dem früheren Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) erstmals ein Resettlementprogramm eingeleitet. Knapp 1.500 Menschen kamen bisher auf diesem Weg nach Österreich. Die im Rahmen des EU-Resettlementprogramms versprochenen 400 Aufnahmen wurden jedoch bisher unter Verweis auf die hohen Flüchtlingszahlen nicht durchgeführt.

Für das laufende Jahr erwartet die Schweiz weniger als 30.000 Asylgesuche, gut ein Viertel weniger als 2015. Der Anteil der Schweiz an allen in Europa gestellten Asylgesuchen liege derzeit bei rund zwei Prozent, so das Ministerium. Das sei der tiefste Wert seit 20 Jahren.

Quelle: Apa/Dpa

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