Weltpolitik

Schwule und Lesben fordern in Prag mehr Rechte

Tausende Menschen haben in Prag für mehr Rechte für Lesben und Schwule demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren der Parade nahmen an der alljährlichen "Prague Pride" am Samstag 15.000 bis 20.000 Menschen teil. Schon zu Beginn ihres Marsches durch das Prager Stadtzentrum gedachten sie am zentralen Wenzelsplatz der Opfer des Massakers von Orlando am 12. Juni.

Ein Attentäter hatte in den USA in einem vor allem von Homosexuellen besuchten Nachtklub 49 Menschen ermordet. "Liebe ist stärker als Hass!", lautete eine der zentralen Botschaften der diesjährigen Prager Parade.

Neben Prominenten aus der Kulturszene nahmen auch die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung, Karla Slechtova, die Prager Oberbürgermeisterin Adriana Krnacova und US-Botschafter Andy Schapiro teil. Viele Teilnehmer schwenkten Regenbogenfahnen und trugen bunte Kostüme.

Marketa aus Prag sagte der dpa: "Für gleichgeschlechtliche Paare gibt es in Tschechien nicht die Möglichkeit, gemeinsam Kinder zu adoptieren - das muss sich auf jeden Fall ändern." Statt der vollwertigen Homo-Ehe gebe es bisher nur die Option der eingetragenen Lebenspartnerschaft. Lorenzo reiste mit einem Freund aus Italien an: "Wir wollen zusammen mit allen Menschen hier unser Selbstbewusstsein zeigen."

Quelle: Apa/Dpa

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