Weltpolitik

Serbien verschärft weiter Grenzkontrollen

Nachdem Serbien bereits die Kontrollen an seiner Grenze zu Bulgarien und Mazedonien intensiviert hat, werden nun auch verschärfte Polizeikontrollen an der serbisch-kosovarischen sowie serbisch-montenegrinischen Grenze eingeführt. Damit soll neuen Flüchtlingsrouten ein Riegel vorgeschoben werden, erklärte Innenminister Nebojsa Stefanovic am Mittwochabend gegenüber dem staatlichen TV-Sender "RTS".

Seit Anfang der vergangenen Woche sind an der Grenze zu Bulgarien und Mazedonien gemischte Militär-Polizeiteams im Einsatz. Bisher hinderten sie rund 1.000 Personen am Grenzübertritt nach Serbien, berichtete Stefanovic. Seit der Schließung der Balkanroute im März - auch auf Drängen Österreichs - waren Flüchtlinge vor allem über Bulgarien illegal eingereist.

Derzeit befinden sich nach Angaben der Behörden etwa 3.000 Asylsuchende in Serbien, etwa die Hälfte davon hält sich an den beiden Grenzübergängen zu Ungarn - Horgos-Röszke und Kelebija-Tompa - sowie in einem naheliegenden staatlichen Aufnahmezentrum auf. In der Nähe von Horgos traten mehrere Dutzend Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan am Montag in den Hungerstreik. Sechs von ihnen wurden am Mittwoch wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus in Subotica eingeliefert, berichteten lokale Medien am Donnerstag. Einen Tag zuvor waren es zwei. Die Chancen für Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan auf Asyl in einem EU-Staat sind sehr gering.

Quelle: APA

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