Weltpolitik

Serbische Polizisten und Soldaten wollen mehr Geld

Rund 2.000 Polizei- und Militär-Angehörige haben am Samstag im Stadtzentrum Belgrads demonstriert. Sie verlangen eine Solderhöhung und die Auszahlung einer ihnen von Regierungschef Aleksandar Vucic versprochenen Einmalzahlung von 20.000 Dinar (161,16 Euro). Veteranenverbände haben gleichzeitig einen Gegenprotest organisiert.

Es handelte sich bereits um die vierte Protestkundgebung der Polizei- und Militärgewerkschaften. Premier Vucic hatte zuletzt eine Solderhöhung mit den Worten, ausgeschlossen, man könne nur so viel ausgeben, wie viel man habe. Präsident Tomislav Nikolic unterstützt die Gewerkschaftsforderungen allerdings, was in der Öffentlichkeit im Licht seiner Bemühungen um eine neuerliche Präsidentschaftskandidatur gedeutet wird.

Die Protestkundgebung kurz vor Beginn des Wahlkampfes für die Präsidentenwahl im April wird als Druck auf Vucic gedeutet, der eventuell selbst antreten will. Beim Gegenprotest hieß es laut Medienberichten, dass man mit den Pensionen zwar unzufrieden sei, aber Geduld für die Reformschritte der Regierung zeigen wolle.

Im Einvernehmen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte Serbiens Regierung Ende 2014 die Einkommen im öffentlichen Bereich um zehn Prozent gesenkt. Bei den Pensionen ging die Senkung gar bis zu 23 Prozent.

Quelle: APA

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