Weltpolitik

Sieben Bewerber für Vorwahlen bei Frankreichs Konservativen

Für die Präsidentschafts-Vorwahlen der französischen Konservativen im November haben sich sieben Kandidaten qualifiziert. Darunter sind der frühere Präsident Nicolas Sarkozy und Ex-Premierminister Alain Juppe, wie die zuständige Kommission am Mittwoch in Paris mitteilte. Die beiden gelten als die aussichtsreichsten Anwärter des konservativen Lagers für die Präsidentschaftswahl.

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Die Qual der Wahl bei Frankreichs Konservativen.

Zudem treten bei den Vorwahlen am 20. und 27. November nach Angaben der Kommission der frühere Premier Francois Fillon und der ehemalige Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire an. Außerdem bewirbt sich der frühere Parteichef der Konservativen, Jean-Francois Cope. Als einzige Frau geht Sarkozys frühere Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet ins Rennen. All diese Bewerber gehören der Partei Die Republikaner an, deren Vorsitz Sarkozy im August niederlegte, um kandidieren zu können. Der siebente Anwärter, der Parlamentsabgeordnete Jean-Frederic Poisson, sitzt den mit den Republikanern verbündeten Christdemokraten vor.

An der Vorwahl können sich alle französischen Staatsbürger beteiligen, die im Dezember 2015 auf den Wahllisten eingeschrieben waren. Die beiden Runden der Präsidentschaftswahl finden am 23. April und 7. Mai kommenden Jahres statt. Der sozialistische Amtsinhaber Francois Hollande hat noch nicht erklärt, ob er wieder antreten will.

Als härtester innerparteiliche Konkurrent Sarkozys gilt der 71-jährige Ex-Premier Juppe, dessen Vorsprung in Umfragen zuletzt allerdings bröckelte. Er und Fillon zeigen sich politisch gemäßigter als Sarkozy, der auf einen scharf rechtskonservativen Kurs rund um die Themen Sicherheit, französische Identität, Einwanderung und Islam setzt. Ex-Parteichef Cope versucht den Ex-Präsidenten hingegen noch zu übertrumpfen und bezichtigte ihn im Umgang mit dem Islamismus der "halbherzigen Maßnahmen".

Der Vorwahl der Konservativen kommt eine besondere Bedeutung zu: Angesichts der Unbeliebtheit des sozialistischen Staatschefs Hollande und der Ablehnung, auf welche die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen bei den meisten Franzosen stößt, hat der konservative Kandidat gute Chancen auf einen Sieg bei der Präsidentschaftswahl.

Quelle: Apa/Ag.

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