Weltpolitik

Sieben türkische Bürger nach Griechenland geflüchtet

Eine türkische Familie und drei türkische Unternehmer sollen nach Griechenland geflüchtet sein und werden allen Anzeichen nach dort politisches Asyl beantragen. Dies berichtete am Donnerstag die griechische konservative Zeitung "Kathimerini" auf ihrer Homepage. Die Flüchtlinge sollen in der Türkei als Anhänger des Predigers Fethullah Gülen gelten, berichtete das Blatt weiter.

Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch am 15. Juli verantwortlich. Das türkische Lehrer-Ehepaar sei mit ihren zwei Kindern in der griechischen Hafenstadt Alexandroupoli angekommen. Nur der Vater soll einen gültigen Pass besitzen. Die Familie soll mit einem Boot den griechisch-türkischen Grenzfluss Evros überquert haben. Die anderen drei türkischen Bürger setzten offenbar von der türkischen Küste auf die griechische Ferieninsel Rhodos über, berichtete die Zeitung. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht. 

Einen Tag nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei waren acht türkische Militärs nach Griechenland an Bord eine Hubschraubers geflüchtet. Ihre Asylanträge werden zurzeit geprüft. Die Türkei hat ihre Auslieferung gefordert. Athen hat wiederholt erklärt, die griechische Justiz werde darüber entscheiden.

Quelle: Apa/Dpa

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