Weltpolitik

Spaniens König beginnt Gespräche zur Regierungsbildung

Gut einen Monat nach der Parlamentswahl nimmt Spaniens König Felipe VI. zweitägige Konsultationen über die Bildung einer Regierung auf. Der Monarch werde am Mittwoch und Donnerstag im Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid Einzelgespräche mit den Chefs aller im Parlament vertretenen Parteien führen, teilte das Königshaus am Dienstag in Madrid mit.

Auf den König wartet Arbeit SN/APA (dpa)/Henning Kaiser
Auf den König wartet Arbeit

Die Gesprächsrunde soll den Angaben zufolge am Donnerstagabend mit dem geschäftsführenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez abgeschlossen werden. Das Staatsoberhaupt könnte den Sozialistenchef anschließend mit der Regierungsbildung beauftragen.

Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Sánchez hatte die Abstimmung Ende April zwar klar gewonnen, die absolute Mehrheit aber deutlich verfehlt. Um eine Regierung bilden zu können, wird der Ministerpräsident wahrscheinlich auf die Stimmen von kleinen regionalen Parteien sowie möglicherweise auch auf jene der separatistischen Abgeordneten aus Katalonien angewiesen sein.

Bei der Wahl des Ministerpräsidenten im spanischen Parlament benötigt der Kandidat in der ersten Runde eine absolute Mehrheit der Ja-Stimmen. Im zweiten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit aus.

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