Weltpolitik

Spaniens Sozialisten wählen nach Wahlschlappe Parteichef neu

Nach der Niederlage der spanischen Sozialisten (PSOE) bei zwei Regionalwahlen bleibt Parteichef Pedro Sanchez trotz zunehmender interner Kritik vorerst im Amt. Auf einem Treffen des Bundesvorstandes der PSOE wurde am Montag aber ein Antrag des 44-Jährigen angenommen, den Parteichef am 23. Oktober neu zu wählen. Er kündigte an, erneut antreten zu wollen.

Spaniens Sozialisten wählen nach Wahlschlappe Parteichef neu SN/APA (AFP)/PIERRE-PHILIPPE MARCOU
Schwere Zeiten für Sanchez.

"Die Partei muss dann aber mit einer einzigen Stimme sprechen", sagte Sanchez vor Journalisten nach der fünfstündigen Debatte. Sanchez blockiert in Spanien seit neun Monaten eine neue Amtszeit des geschäftsführenden konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Deshalb und wegen der Misserfolge der PSOE bei den letzten Wahlen wird er von einigen ranghohen Parteikollegen kritisiert. Sanchez sprach von einer "gefährlichen Spaltung".

Bei den Regionalwahlen in Galicien und dem Baskenland hatte die PSOE am Sonntag herbe Verluste erlitten. Zuvor hatten die Sozialisten mit Spitzenkandidat Sánchez bei der Parlamentswahl am 20. Dezember 2015 und der Neuwahl am 26. Juni die schlechtesten Ergebnisse der Parteigeschichte erzielt. Wegen einer Pattsituation hat Spanien seit neun Monaten keine voll funktionstüchtige Regierung.

Quelle: Apa/Dpa

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