Weltpolitik

Staatsspitze des Irak warnt vor Eskalation der Iran-Krise

Bei einem Besuch des iranischen Außenministers Mohammad Javad Zarif in Bagdad hat die irakische Führung vor Krieg in der Region gewarnt. Ministerpräsident Adel Abdul Mahdi sprach am Samstagabend bei einem Treffen mit Zarif von der "Gefahr eines Krieges". Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Beide Länder sind Verbündete des Irak.

Irans Au§enminister Zarif zu Besuch in Bagdad SN/APA (AFP)/SABAH ARAR
Irans Au§enminister Zarif zu Besuch in Bagdad

Nach Angaben seines Büros setzte sich Mahdi bei dem Treffen für "Stabilität in der Region und die Aufrechterhaltung des Atomabkommens" ein. Der irakische Präsident Barham Salih habe mit Zarif über die Notwendigkeit gesprochen, jeglichen "Krieg oder Eskalation" zu verhindern, hieß es weiter. Zarif selbst erklärte am Sonntag, der Iran werde "alle Versuche der Kriegsführung" zurückschlagen, seien sie wirtschaftlicher oder militärischer Natur.

Zuvor hatten die USA angekündigt, rund 1.500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Sie sollten dort vorwiegend "schützende" Aufgaben übernehmen, sagte US-Präsident Donald Trump. Der Iran kritisierte die Truppenaufstockung als "Gefahr" für den Frieden. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert.

Die USA hatten das Wiener Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 aufgekündigt. Genau ein Jahr später erklärte Teheran, auch der Iran werde einzelne Bestimmungen der Vereinbarung nicht mehr einhalten. Die iranische Führung verlangte Entgegenkommen in mehreren Punkten von den anderen Unterzeichnerstaaten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Russland und China und drohte, nach einer Frist von 60 Tagen weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Quelle: Apa/Ag.

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