Weltpolitik

Strache-Treffen mit Trump-Sicherheitsberater wird dementiert

Ein Sprecher des designierten US-Präsidenten Donald Trump hat dementiert, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor einigen Wochen den künftigen Nationalen Sicherheitsberater Trumps, den Ex-General Michael Flynn, getroffen hat. Dieses Aussage löste eine Reaktion des FPÖ-Europaabgeordneten Harald Vilimsky aus, der das US-Dementi seinerseits dementierte.

Flynn bestreitet Strache-Treffen.  SN/APA (GETTY)/Drew Angerer
Flynn bestreitet Strache-Treffen.

Verschiedene US- und internationale Medien zitierten Trump-Sprecher Jason Miller, der als künftiger Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses nominiert ist, mit den Worten, es habe "falsche Berichte" darüber gegeben, dass sich Flynn mit einem österreichischen Politiker getroffen habe. "Tatsache ist, das General Flynn den besagten österreichischen Politiker weder getroffen noch mit ihm gesprochen hat und das General Flynn sich vehement von Gruppen mit solchen Einstellungen und Standpunkten distanziert", zitierte etwa am Donnerstag (Ortstzeit) das ultrarechte Nachrichten-Portal "Breitbart" den Trump-Sprecher.

FPÖ-Europaabgeordneter Harald Vilimsky reagierte am Freitag auf das US-Dementi, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in New York mit dem designierten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn zusammengetroffen sei - mit einem Dementi. "Es war genau so, wie es unser Bundesparteiobmann über Facebook bekanntgegeben hat."

Zwar habe Strache Flynn tatsächlich nicht persönlich getroffen. "Aber das hat Strache auch nie gesagt", erklärte Vilimsky im Telefonat mit der APA.

Tatsächlich habe eine große Delegation unter Strache in New York eine Vielzahl von Terminen wahrgenommen, sagte Vilimsky. An besagtem Abend habe der FPÖ-Obmann aber eine Einladung des österreichischen Generalkonsuls in New York gehabt. So sei es gekommen, dass "in seiner Vertretung der steirische Landesparteiobmann (Mario) Kunasek und Georg Mayer als Europaabgeordneter in den 63. Stock des Trump Tower gegangen sind und dort General Flynn getroffen haben."

Zu der nunmehrigen Debatte über Sein oder Nichtsein des Treffens meint Vilimsky: "Dass in einer journalistischen Verknappung der eine oder andere jetzt etwas schreibt, das nicht der Präzision unserer veröffentlichten Daten entsprochen hat und dann dazu führt, ist aus meiner Sicht kurios." Zu Trump-Sprecher Jason Millers Dementi: "Da ist der Berater, der das bekanntgegeben hat, offensichtlich völlig falsch informiert. Faktum ist: Alles, was wir gesagt haben, entspricht der Wahrheit."

Im entsprechenden Facebook-Posting Straches vom 15. November heißt es über der Auflistung der Treffen, in der auch jenes mit Flynn angeführt ist: "FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache nahm an einem zeitlichen Ausschnitt der Reise in New York und Washington an ausgewählten Terminen teil. Hier ein grober Überblick."

Quelle: APA

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