Weltpolitik

Südkorea schickte gerettete Fischer zurück nach Nordkorea

Acht nordkoreanische Fischer sind nach ihrer Rettung durch Südkoreas Marine in ihre Heimat zurückgekehrt.

Die rückkehrwilligen Seeleute seien am Montag mit zwei ihrer Fischerboote an die innerkoreanische Seegrenze im Japanischen Meer gebracht worden. Zwei nordkoreanische Patrouillen- und Schlepperboote hätten dort auf sie gewartet, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul.

Vor ihrer Rettung in der vergangenen Woche sollen die Fischer wochenlang auf hoher See getrieben sein. Das Ministerium geht davon aus, dass mindestens einer der Seeleute verhungert ist. Die Fischer wurden in drei Booten in der exklusiven Wirtschaftszone Südkoreas aufgegriffen. Ein Boot wurde zurückgelassen.

Um Nordkorea über die Übergabe zu informieren, hatte die südkoreanische Seite Lautsprecher an der Grenze benutzt. Beide Länder hatten im Februar angesichts wachsender Spannungen ihre wichtigsten Verbindungskanäle gekappt. Zuvor hatte Südkorea den gemeinsamen Industriepark in der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong geschlossen. Die Regierung in Seoul hatte den Industriepark aufgegeben, nachdem Nordkorea eine Langstreckenrakete gestartet hatte. Mit der Schließung sollte Nordkorea von einer wichtigen Devisenquelle abgeschnitten werden, die aus Seouls Sicht für das Atomprogramm des Lands genutzt wurde.

Quelle: Apa/Dpa

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