Weltpolitik

Suu Kyi streitet mit Regierung über Namen "Burma"

Burmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat die Anweisung der Regierung, sie habe ihr Heimatland fortan "Myanmar" und nicht mehr "Burma" zu nennen, zurückgewiesen.

Das stehe in keinem Gesetz, sagte sie am Dienstag nach dem Ende ihrer ersten Europareise seit 24 Jahren bei einer Pressekonferenz in Rangun. Das sei wie mit der Bezeichnung "England". Viele Leute benutzten diesen Namen für die britischen Inseln, obwohl es eigentlich "Vereinigtes Königreich" heißen müsse. "Und Frankreich nennen wir Pyin Thit, obwohl der Name "France" ist", sagte sie. "Darüber beschwert sich auch niemand." Burma war die Bezeichnung der britischen Kolonialherren. Das Militärregime benannte das Land 1989 in Myanmar um.

Der burmesische Präsident Thein Sein kündigte in der Zwischenzeit die Freilassung von 37 Männern und neun Frauen, darunter offenbar auch rund 20 politische Gefangene an. Ebenso sollen 34 ausländische Häftlinge freigelassen und "ausgewiesen" werden. Bereits 2011 wurden rund 200 politische Gefangene freigelassen, woraufhin die USA die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Burma angekündigt hatten. Dieses Vorgehen nun soll weiter zur "nationalen Versöhnung" beitragen und die "Stabilität des Staates" gewährleisten.

Quelle: Apa/Dpa

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