Weltpolitik

Syrien-Friedensgespräche in Genf vor Vertagung

In Genf hat sich am Freitag eine bevorstehendes Vertagung der Syrien-Friedensgespräche angedeutet. Es gehe aber womöglich noch im März weiter, sagte einer der Oppositionsvertreter, Jihad Makdissi, am Freitag. Beide Seiten hätten sich im Prinzip auf das Prozedere geeinigt.

De Mistura versucht, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln.  SN/APA (POOL)/SALVATORE DI NOLFI
De Mistura versucht, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln.

Es werde dann - wie von den UN vorgegeben - um drei Gesprächsbereiche gehen: eine Regierung der Einheit, eine neue Verfassung und Neuwahlen. Womöglich werde ein viertes Thema dazukommen, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Regierungsvertreter bestehen seit Tagen darauf, dass im Rahmen der Verhandlungen auch über Terrorismus gesprochen werden müsse.

Die Gespräche sollen nach fast sechs Jahren Bürgerkrieg mit rund 400.000 Toten eine politische Lösung für den Konflikt suchen. Aber Regierung und Opposition saßen seit Beginn des Treffens vor gut einer Woche nur einmal im gleichen Saal: bei der offiziellen Begrüßung. Ansonsten konnte UN-Vermittler Staffan de Mistura immer noch nur getrennt mit beiden Seiten reden. Diese werfen sich gegenseitig vor, die Gespräche zu torpedieren. Für die nächste Runde sei das beste Szenario, wenn alle an einem Tisch säßen, meinte Makdissi. Möglich sei aber auch, dass es auch dann wieder nur indirekte Verhandlungen mit dem Vermittler als Mittelsmann gebe.

(Apa/Dpa)

Aufgerufen am 23.06.2018 um 06:18 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/syrien-friedensgespraeche-in-genf-vor-vertagung-325450

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