Weltpolitik

Syrien: Gefechte zwischen türkischen und Regierungstruppen

Im Norden Syriens sind nach Angaben von Aktivsten erstmals Gefechte zwischen türkischen Truppen und Kräften der Regierung ausgebrochen. Die türkische Armee und mit ihr verbündete Rebellen seien südwestlich der Stadt Al-Bab mit Anhängern des Regimes zusammengestoßen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Aus lokalen Rebellenkreisen hieß es, türkische Artillerie habe Beschuss der Regierungskräfte erwidert. Die Türkei und Rebellen liefern sich mit der syrischen Armee und ihren Verbündeten seit Tagen ein Wettrennen um Al-Bab. Die Stadt wird von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrscht.

In Nordsyrien sind indes bei Kämpfen gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" mindestens fünf türkische Soldaten getötet worden. Laut Medienberichten seien zehn weitere Soldaten bei den Gefechten am Donnerstag nahe der vom IS gehaltenen Stadt Al-Bab verwundet worden. Bereits am Mittwoch waren bei den Kämpfen in der Region fünf türkische Soldaten gefallen.

Zusätzlich sind bei einem russischen Luftangriff in Syrien drei türkische Soldaten getötet worden. Die türkischen Streitkräfte teilten am Donnerstag mit, drei ihrer Soldaten seien "versehentlich" getötet und elf weitere verletzt worden, als ein russisches Flugzeug ein Gebäude bombardiert habe. Seit dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien im August sind inzwischen mehr als 60 türkische Soldaten getötet worden.

Quelle: Apa/Dpa

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