Weltpolitik

Syriens Regierung nicht bei neuen Genfer Friedensgesprächen

Die Gespräche unter UNO-Vermittlung über einen Frieden in Syrien sind am Dienstag in Genf ohne Regierungsvertreter aus Damaskus wieder aufgenommen worden. Wie aus syrischen Verhandlungskreisen verlautete, sei aktuell nicht sicher, ob die Regierungsdelegation die Gespräche überhaupt wieder aufnehme.

Die regierungstreue Zeitung "Al-Watan" berichtete, die syrische Delegation sei derzeit in Damaskus und plane auch für Mittwoch keine Abreise nach Genf. Unterhändler der syrischen Opposition hatten bei den Genfer Gesprächen die Forderung nach einem Rücktritt des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad bekräftigt. Die Regierungsdelegation hatte daraufhin bereits am Freitag eine Wiederaufnahme der Gespräche offen gelassen.

Die syrische Opposition, die zum ersten Mal vereint in einer Delegation auftritt, hält aber daran fest, dass Assad zurücktreten müsse, bevor ein Friedensvertrag möglich sei. Der Unterhändler der syrischen Regierung, Bashar al-Jaafari, hatte die Äußerungen als "provokativ" und "unverantwortlich" kritisiert.

Die Vereinten Nationen versuchen derzeit, neuen Schwung in die Verhandlungen zu bringen, um einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden, in dem seit 2011 mehr als 340.000 Menschen starben. Parallel zu den Gesprächen in Genf finden seit Jahresbeginn im kasachischen Astana Verhandlungen unter Vermittlung Russlands, der Türkei und des Iran statt.

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