Weltpolitik

Syrische Rebellen griffen Regierungstruppen bei Aleppo an

In Syrien haben am Samstag von der Türkei unterstützte Rebellen Stellungen der Regierungstruppen nordöstlich von Aleppo angegriffen. Damit eröffneten sie eine neue Front gegen die rasch auf Idlib vorrückenden Soldaten von Präsident Bashar al-Assad.

Der Angriff der Rebellen habe sich auf ein Gebiet in der Nähe der Stadt Al-Bab konzentriert, teilten Rebellen und die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Den Rebellen zufolge beteiligten sich keine türkischen Soldaten an den Kämpfen.

Idlib und die Region nördlich von Aleppo bilden das letzte größere von Rebellen kontrollierte Gebiet in Syrien. In dieser Woche sind die Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe rasch gegen die Aufständischen vorgerückt und haben Maarat al-Numan eingenommen. Diese Stadt liegt rund 100 Kilometer südwestlich von Al-Bab.

Die jüngste Offensive der Regierungstruppen treibt Hunderttausende Menschen in die Flucht. Die Türkei, die bereits rund 3,6 Millionen geflohene Syrer aufgenommen hat, befürchtet einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen.

Am Freitag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einer Militäroffensive im Nordwesten Syriens gedroht, sollte die Lage in der dortigen Provinz Idlib nicht sofort geklärt werden. "Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht." Das schließe den Einsatz des türkischen Militärs ein.

Quelle: Apa/Ag.

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