Weltpolitik

Syrische Regierungstruppen eroberten zwei Dörfer nahe Idlib

Die syrischen Regierungstruppen haben nach heftigen Kämpfen zwei Dörfer am Südrand der Rebellenbastion Idlib erobert. Die Armee habe die Dörfer Jibin und Tal Maleh im Norden der Provinz Hama in der Nacht zum Montag eingenommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die Gefechte in Syrien dauern an SN/APA (AFP)/OMAR HAJ KADOUR
Die Gefechte in Syrien dauern an

Acht Angehörige der Regierungstruppen und 14 Kämpfer der Rebellen und Jihadisten seien bei den Gefechten seit Sonntag getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur meldete, die Armee durchsuche die Dörfer nach versteckten Jihadisten und zerstöre ihre Lager und Kommandozentralen. Eigentlich gilt in Idlib und angrenzenden Gebieten seit vergangenem September eine Waffenruhe. Die Türkei und Russland hatten damals die Schaffung einer Pufferzone um Idlib vereinbart, doch wurde das Abkommen nie vollständig umgesetzt und seit Ende April gibt es wieder heftige Kämpfe.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden seitdem fast 2.000 Kämpfer getötet, darunter mehr als 930 Angehörige der Regierungstruppen. Auch mehr als 770 Zivilisten starben in diesem Zeitraum, erklärte die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien. Sie bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort, für Medien sind diese meist kaum zu überprüfen. Auch am Montag wurden demnach bei Luftangriffen im Norden Hamas sechs Zivilisten getötet.

Quelle: Apa/Ag.

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