Weltpolitik

Taliban stürmten Armeeposten und töteten zehn Soldaten

Die radikalislamischen Taliban haben im Westen Afghanistans einen Armeeposten gestürmt und zehn Soldaten getötet. Nach dem mehrere Stunden dauernden Angriff auf den kleinen Stützpunkt in der Provinz Farah hätten die Aufständischen neun überlebende Soldaten als Geiseln sowie die gesamte Ausrüstung mitgenommen, teilten Mitglieder des Provinzialrats am Sonntag mit.

Ein Taliban-Sprecher veröffentlichte auf Twitter ein Video der gefangenen Soldaten. Während sich die Taliban seit einigen Monaten von Anschlägen auf Zivilisten distanzieren, haben ihre Angriffe auf Stützpunkte der Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen zugenommen. Dies hat die Präsenz von Regierungskräften im Land ausgedünnt und die Sicherheitslage erheblich verschlechtert. So gilt in Farah inzwischen nur noch ein Gebiet im Umkreis von fünf Kilometern rund um die gleichnamige Provinzhauptstadt als von Kabul kontrolliert.

Quelle: Apa/Dpa

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